Was ist Achtsamkeit und wie bereichert sie uns Mütter?


„Achtsamkeit ist das absichtliche, offene und annehmende Beobachten dessen, was im Augenblick des jeweiligen gegenwärtigen Moments geschieht. Ein Gewahrwerden unserer inneren und äußeren Erfahrungen. Ohne Ablenkung und ohne irgendeine Bewertung positiver oder negativer Art.“  (Jon Kabat-Zinn, Begründer des weltberühmten MBSR-Programms)

Warum ist es für uns als Mamas so wichtig, achtsam zu sein?

Als Mutter geben wir jeden Tag so viel.
Wir geben unsere Zeit, unsere Kraft, unsere Aufmerksamkeit. Und nicht selten bringt uns das an unsere Grenzen.

Woher schöpfen wir die Kraft, trotzdem jeden Tag wieder aufs Neue gut für unsere Kinder da zu sein?

Der Schlüssel für eine erfüllendes Mama-Dasein liegt darin, in eine hilfreiche Beziehung zu uns selbst und zu unseren Kindern zu treten. 
Aber wie genau kann das gelingen?

Dieses In-Beziehung-Treten können wir trainieren. 
Die Praxis der Achtsamkeit beinhaltet formelle Übungen wie die Sitzmeditation, die Meditation in  der liegenden Position, achtsame Bewegung oder die Gehmeditation. Genauso gehört zur Achtsamkeit die informelle Praxis. Dabei praktizieren wir Achtsamkeit, also ein bewusstes Hinspüren auf das, was ist, im ganz normalen Alltag. Wichtig ist, dass wir dabei eine wohlwollende und unvoreingenommene Haltung einnehmen. Nach und nach kann so ein tiefes Vertrauen erwachsen, mit allem sein zu können, so, wie es ist. Auch Unerwünschtes kann so zur Gelegenheit werden, uns in Wohlwollen und Gelassenheit zu üben. So entwickeln wir mehr und mehr innere Zuversicht im Umgang mit Leid und Stress. Das bedeutet nicht, dass wir keine Herausforderungen mehr erleben - diese sind ein unvermeidlicher Teil des Lebens - doch wir können diesen Herausforderungen mit mehr Ruhe, Kraft und einer klaren inneren Ausrichtung begegnen. 
Unsere Kinder werden spüren, wenn wir präsent sind. Denn präsente Eltern können sich besser in ihre Kinder hineinversetzen, sie besser verstehen und feinfühliger auf ihre Bedürfnisse eingehen.